WITTOW

Halbinsel mit viel Wind

Die Halbinsel Wittow ist der nördlichste Teil der Insel Rügen. Sie wird durch die Ostsee im Norden und Osten, den Wieker Bodden im Westen und den Großen Jasmunder Bodden im Süden und Osten begrenzt. Eine Landverbindung gibt es nur über die schmale Nehrung der Schaabe zur Halbinsel Jasmund. Ein zweiter Weg nach Wittow führt über das Wasser. Die Autofähre verkehrt ganzjährig zwischen dem Wieker Ortsteil Wittower Fähre und dem Fähranleger zwischen den Ortsteilen Vaschvitz und Fischersiedlung der Gemeinde Trent. Die Hauptorte Wittows sind Dranske, Breege, Wiek und Altenkirchen. Und natürlich ist ein Besuch der Gemeinde Putgarten und ein Spaziergang zu den Leuchttürmen am Kap Arkona ein Muss. Wer nicht so gut zu Fuß ist, kann sich in die kleine Arkona-Bahn oder eine der Pferdekutschen setzen, die vom Parkplatz aus pendeln.

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Lachs, Meerforelle, Dorsch, Hering … – Angler haben immer Saison.

Die Halbinsel wird vor allem durch die Steilküste im Norden geprägt und die flache Boddenlandschaft im Süden. Zudem trägt sie den Beinamen „Windland“, denn flach wie ein Brett ragt der nördlichste Teil der Insel in die Ostsee, von Wasser umgeben und dem Wind von allen Seiten schutzlos ausgeliefert. Diese beiden Elemente bestimmten seit Jahrtausenden Landschaft und Leben. Karg, aber voll uriger Kraft präsentiert sich das Windland und formt so auch die Natur.


Breege
Gemeinsam mit dem Seebad Juliusruh bietet das Dorf diverse Freizeitmöglichkeiten zwischen Bodden und Meer und stellt den idealen Ausgangspunkt für Ausflüge auf der Halbinsel bzw. Touren nach Jasmund an. Konzerte im Kurpark von Juliusruh, der im 18. Jahrhundert angelegt wurde, Festivals, Kneipen und Restaurants, der Yachthafen sowie die langen feinsandigen Strände an der Ostsee und die Naturstrände an der Boddenseite begeistern die Urlauber dieser Region, ganz gleich ob allein, zu zweit oder mit der ganzen Familie plus Vierbeiner. Am ersten Wochenende im Juli wird es zudem spannend an der Marina: Der 7. Juli ist nämlich der großen Saalhund-Segelregatta in Breege vorbehalten. Ihr Name stammt aus dem Niederdeutschen und bedeutet „Seehund“. Der durchaus mit etwas Glück vom Hafen aus gesehen werden kann.

Schaabe
An der Schaabe, an der ausladenden Bucht der Tromper Wiek, befindet sich einer der schönsten Strände der Insel Rügen. In Juliusruh beginnt die 12 Kilometer lange und bis zu 3 km breite Landzunge und zieht sich bis Glowe hin. An der Boddenseite führt an einem Wäldchen ein schöner Fahrradweg entlang.

Altenkirchen
Von 1792 bis 1808 war Gotthard Ludwig Kosegarten in Altenkirchen als Probst tätig. Die Kirche von Altenkirchen entstand schon um 1200 – nur wenige Jahrzehnte nachdem das Heiligtum der heidnischen Slawen am Kap Arkona zerstört worden war. In die Mauer der südlichen Eingangshalle zum Chor wurde ein Granitstein mit einer Reliefzeichnung eingemauert, die vermutlich den Slawenfürst Tezlaw darstellt.

Vitt
Der Besuch des kleine Fischerdörfchens nahe Altenkirchen ist eine Zeitreise: Hier findet es sich nämlich noch, das Stückchen ursprüngliches Rügen. Niedrige Rohr gedeckte Fischerkaten und ihre bunten duftenden Gärten, schmale Wege, Salzhaus und Tangscheune, Fischerboote und auf die Wiese gestellte Reusen, die in der Sonne trocknen. Besondere Beachtung verdient die achteckige Kapelle von Vitt. Der in Altenkirchen tätige Pastor und Dichter Ludwig Gotthard Kosegarten vermisste die Fischer von Vitt in seinen Predigten, so dass er zu den Fischern ans Steilufer des Kap Arkona kam, um die Uferpredigten unter freiem Himmel durchzuführen. Aufgrund der Wetterabhängigkeit begann man 1806 nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel diese Kapelle zu errichten.