SELLIN/UMGEBUNG

Sellin: Dichter am Horizont – mit dieser Aussicht wirbt das zweitgrößte Ostseebad der Insel Rügen. Und tatsächlich fühlt man sich diesem durchaus näher beim Schlendern über die fast 400 Meter lange Seebrücke am Hauptstrand. Sie wurde nach historischem Vorbild Mitte der 90iger Jahre neu aufgebaut und gilt seitdem als wohl meist fotografiertes Gebäude der Insel Rügen.

Die Wilhelmstraße ist der Mittelpunkt des Ortes und führt direkt zur Seebrücke hinauf. Sie wird nicht nur von Linden gesäumt, sondern von einigen der schönsten Bauten, die die deutsche Ostseeküste zu bieten hat. Die prachtvollen Hotel- und Pensionshäuser, die um 1900 im sogenannten Stil der Bäderarchitektur erbaut wurden, glänzen mit ihren reich verzierten Veranden, Erkern und Balkonen. Restaurants und Cafés, kleine Geschäfte und Kunsthandwerk, Museen, Kultur, Sportkurse sowie viele weitere Angebote komplettieren das Bild des charmanten Ostseebades, in dem von Ihnen als Gäste der Strandvilla gewählten Urlaubsort.

Bauernhaus-RuegenAltensien: Das Dorf liegt direkt am Selliner See. Hier ist noch ein „Zuckerhut“ erhalten. So wird umgangssprachlich ein typisches niederdeutsches Hallenhaus bezeichnet, ein im 13. bis 15. Jahrhundert oft in dieser Region erbautes Wohnstallhaus der Landbevölkerung, also der Fischer und Bauern in Fachwerkbauweise. Es ist ein „Einhaus“, bei dem Wohnung, Stallraum und Erntelager in einem großen Hauskörper zusammengefasst sind. Auch die Hofformen des 19. Jahrhunderts, die Dreiseiten-Höfe mit Wohnhaus, Scheune und Nebengebäude sind noch erhalten. Der Ort ist durch die querstehenden in Backstein- oder Fachwerkbauweise errichteten Wohnhäuser und die Kübbungsdielenscheunen geprägt. Seit 2006 steht neben dem Reiterhof die neu aufgebaute Schrotmühle, in der Sie nun eine Ausstellung besichtigen können.

Moritzdorf: Auf dem Weg von Altensien nach Moritzdorf, das südlich des Selliner Sees an der Baaber Bek liegt, kommen Sie an einem Großsteingrab, dem Goldbusch vorbei. Über dem Dorf, auf einem Hügel gelegen, befindet sich das Ausflugslokal Moritzburg und bietet dem Besucher einen fantastischen Panoramablick auf die umliegende Landschaft und den Bodden. Der Aufstieg zur Burg wird belohnt. Nach Moritzdorf führt noch ein anderer Weg. Vom Bollwerk in Baabe startet die wohl kleinste Fähre der Welt – ein Ruderboot. So erreichen Sie schnell das andere Ufer. Da Moritzdorf ein verkehrsberuhigtes Dorf ist, steht Autofahrern der Großparkplatz am Ortseingang zur Verfügung. Hier beginnt auch ein schöner Wanderweg nach Seedorf.

Boddenidylle-Ruegen_1103Seedorf: Das einstige Dorf der Fischer und Schiffsbauer feierte 2010 seinen 200. Geburtstag. Fischer gibt es allerdings heute nur noch wenige und das alte Werftgebäude und das Sägewerk am Hafen sind einer modernen Marina mit Liegeplätzen für Segelyachten gewichen. Doch Seedorf ist trotz der touristischen Nutzung des Naturhafens Idylle pur. Es liegt westlich des Ufers der Lanckener Bek, die den Neuensiener See mit der Having als Bodden und Teil der Ostsee verbindet. Eine kleine Fußgängerbrücke führt hinüber an das andere Ufer und öffnet den Weg Richtung Preetz und Lancken-Granitz.

Neuensien: Den Selliner Ortsteil Neuensien durchfahren Sie auf Ihrem Weg nach Seedorf. Östlich des Ortes erhebt sich die 43 Meter über Null gelegene Anhöhe „Hoher Berg“, der unter Naturschutz steht. Westlich des Dorfes erstreckt sich der Neuensiener See. Obwohl Neuensien zum Ostseebad Sellin gehört, liegt es aufgrund seiner See abgewandten Lage abseits der großen Touristenströme. So hat sich in Neuensien und vor allem in Seedorf ein ruhigerer Tourismus entwickelt, der heute den wichtigsten Wirtschaftszweig des Ortes darstellt.